Freitag, 16. März 2012

Die vergangene Woche

11.03.
Ich hatte mir gedacht, der beste Ort, um die Ereignisse des vergangenen Jahres zu rekapitulieren wäre das Manggha-Museum. Also bin ich nochmal dort hin. Ich hatte auch gehofft, dass es vielleicht noch ne spezielle Veranstaltung geben würde, aber das war nicht der Fall. Ich habe mich also ins Cafe gesetzt und mir Hähnchen Teriyaki und einen Sencha bestellt.
Zu meiner Freude habe ich jedoch einen Japaner entdeckt und mich etwas mit ihm unterhalten (natürlich auf Japanisch). Er kam aus Osaka und reist für 3 Wochen quer durch Europa. Leider bekam ich gerade mein Essen und er musste auch schon weiter. Typisch Japanisch halt.
Am Abend habe ich dann mal versucht, den Weg, den wir vor einem Jahr von Nakano bis Shimokitazawa gegangen sind, mit Google Street View nachzuvollziehen. Weit bin ich allerdings nicht gekommen. Wir sind glaub ich ziemlich chaotisch gelaufen.

12.03.
Heute habe ich zwei Professoren getroffen. Einmal war ich mit Tamara und Marie bei Prof. Ulinski zu "Cracow as a Center of European Culture". Prof. Ulinski hat wenig zum organisatorischen geklärt, sondern uns erstmal ausgefragt, was wir denn schon alles besichtigt haben und was wir über einzelne Sehenswürdigkeiten wüssten. Und auch unser Wissen über klassische Musik des 20. Jh...joa, wir sind ja zum lernen da nicht?! Auf jeden Fall wird das glaub ich ein ganz lustiger Kurs werden.
Später war ich dann mit Tamara noch bei Prof. Mucha für "Modern Sociological Theories". Er hat uns erstmal ein Syllabus in die Hand gedrückt und gefragt, welche Soziologen wir denn schon kennen. Mit der Hälfte konnte ich immerhin was anfangen. Dann hat er uns noch zwei Bücher gegeben wovon wir etwa die Hälfte lesen dürfen. Da er wohl auch in Warschau lehrt, hat er uns vorgeschlagen, uns ab und an am Bahnhof in einem Cafe zu treffen, um unsere Sitzung zu halten...das wird glaub ich ganz interessant.
Abends gings dann noch in ne Jazz Bar. War recht gemütlich^^ Ich hab auch gehört dass die Jazz-Szene hier recht verbreitet sein soll, aber das kann ich schlecht beurteilen.


13.03.
Am Morgen bin ich mit Joao zusammen zum Chef der Wohnheime gegangen, um unsere IDs zu bekommen, die wir brauchen um uns für z.B. Wäsche waschen anmelden zu können. Weiterhin habe ich mich darum gekümmert mein Bankkonto zu aktivieren und Geld einzuzahlen, damit ich das Geld für die Miete und für meine Student ID Card überweisen kann. Ganz allein. Hat auch alles ganz gut geklappt.
Abends konnte ich dann auch reservieren und habe dann auch gleich gewaschen. Nun weiß ich nicht ob die Waschmaschinen einfach nur alt sind und nicht mehr so schnell sind wie sie sollen oder ob ich nicht richtig gestartet habe, jedenfalls war die Waschmaschine nach 150 min immernoch an, obwohl sie schon nach 105 min hätte fertig sein sollen. Der nächste hatte schon gewartet. -______- *peinlich* Jedenfalls war die Wäsche sauber.

14.03.
Für den heutigen Abend stand das Welcome Dinner an, zu dem alle Erasmus-Studenten, deren Mentoren und die Koordinatoren eingeladen waren. Wir waren damit ne ziemlich große Runde. Was mich allerdings gleich zu Anfang etwas verwundert hat, dass es für den Empfang nur Bier gab. Auch auf Nachfrage konnte man kein anderes Getränk bekommen...na super. -.- Immerhin war das Essen gut. Es gab Hähnchen, gebackene Kartoffeln, Salzkartoffeln, Spinat und etwas Salatbeilage. Als zweiten Gang gabs dann auch noch Pierogi. Irgendwie konnte man später dann auch doch noch Wasser bestellen und ich war zufrieden. Ansonsten habe ich mich halt etwas mit den anderen unterhalten. Nebenbei gabs auch noch eine kleine Theatereinlage einer Sprachschule?! Naja, es war ganz lustig.

15.03.
Heute bin ich mal ziellos durch die Stadt gelaufen, habe mich im Park auf eine Bank gesetzt und Leute beobachtet. Ich muss sagen, dass mir der Modestil der Krakauer ganz gut gefällt. Die meisten jungen Leute, die an mir vorbei gelaufen sind, würde man in Deutschland wohl als Studenten identifizieren. Mag aber auch daran gelegen haben, dass die Uni in der Nähe war. Nicht sehr soziologisch...
Später hatte ich dann wieder Seminar und abends auch meinen Polnischkurs. Allerdings haben wir erstmal nur organisatorische Sachen besprochen, wobei es mehr chaotisch als organisiert verlief. Letztlich hat aber doch noch alles irgendwie geklappt.

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