Vor zwei Wochen am Sonntag war hier ein Taifun über Tokyo. Da dies mein erster Taifun war und ich nicht wusste wie schlimm dieser wird, habe ich bis auf den Vormittag, das Haus nicht verlassen. Gegen Mitternacht war der Taifun am stärksten. Dies äußerte sich durch starken Wind und Regen. Allerdings war es nicht so schlimm wie erwartet. Bis auf einige umgewehte Blumentöpfe, Schilder und Fahrräder ging auch nichts zu Bruch.
Da nach einem Taifun eigentlich recht klarer Himmel ist, entschied ich mich am Montag dazu, nach Shinjuku und Roppongi zu gehen, um von einer Aussichtsplattform den Fuji zu sehen. Der Himmel war auch wirklich sehr klar. Außer im Westen, wo natürlich der Fuji ist -____________-
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| Ausblick vom Shinjuku Rathaus |
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| Irgendwo dort versteckt sich der Fuji |
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| Ausblick vom Roppongi Hills Tower |
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| Ein Stück links von der Mitte sieht man den Fuji!!! |
Am Dienstag sollte ich mich dann meine Kurse anmelden. Neben meinem Sprachunterricht, wollte ich noch einen Kulturkurs (in Englisch) belegen. Ich hatte den Kurs "Social Attitudes and Behavior in the Contemporary Society" sowie "Deep Cultural Differences" ins Auge gefasst, mich dann aber für den ersten entschieden. Jedenfalls mental. Auf meiner Kursanmeldung hatte ich den zweiten Kurs eingetragen...
Das hab ich natürlich erst mitbekommen, nachdem ich die Unterlagen schon abgegeben habe. "Egal" dachte ich mir, da man immernoch die Kurse ändern konnte. Ich bin also am Dienstag in beide Kurse erstmal gegangen um danach zu entscheiden, welcher der bessere ist. Und was soll ich sagen...der zweite Kurs ist viel cooler. Der Professor weiß einfach wie man die Studenten begeistert. Der andere Kurs war mir dagegen zu theoretisch. Am Ende war mein Fehler in der Anmeldung also doch ganz gut^^
Am Samstag war ich nach meinem Unterricht noch mit zwei Leuten aus meinem Kurs unterwegs. Wir waren in Ueno, weil dort an diesem Tag Austauschstudenten kostenlosen Eintritt zum Nationalmuseum hatten. Das haben wir natürlich genutzt. Doof nur, dass ich mein Handy (zum Bilder machen) nicht dabei hatte...
Letzte Woche Montag war ich dann noch in Akihabara, das Elektronik Mekka Tokyos. Um auch ein bisschen was zu sehen, bin ich zu Fuß dorthin gegangen. Hat ca. ne dreiviertel Stunde gedauert. Aber es hat sich gelohnt. Auf dem Weg habe ich noch eine recht günstige Karaokebar gefunden. Die habe ich mir natürlich gleich gemeckt. In Akihabara war ich erst im Yodobashi Camera, ein großes Fachgeschäft für hauptsächlich Elektronikprodukte. Andere Geschäfte waren dort aber auch noch mit drin (Bücher, Spiele, Essen, ...). Anschließend ging es dann noch in den Book-off. Dort gibts auch Bücher, CDs, DVDs und Videospiele, allerdings second-hand. Und dann war es auch schon wieder Abends. Da ich noch schauen muss wie gut ich mit meinem Geld hier auskomme, habe ich noch nicht viel gekauft. Aber ich habe ja noch genug Gelegenheiten wieder in Akihabara vorbei zu schauen. Liegt praktisch auf meinem Weg zur Uni.
Am Mittwochabend war dann wieder Kulturtreff im Goetheinstitut. Diesmal zum Thema Bücher. War auch wieder ganz interessant. Erst haben wir hauptsächlich über Märchen gesprochen, später dann über in Deutschland berühmte japanische Autoren und deren Werke, sowie weitere Empfehlungen der Japaner zu japanischen Werken. Zudem habe ich noch einen Japaner kennengelernt, der auch mal für 4 Monate in Krakau war, für ein Praktikum im Manggha-Museum. Da hatten wir natürlich einiges zu erzählen.^^
Freitag war dann Julias Geburtstagsparty. Der Großteil der Gruppe an Hallenser Studenten und einige Japaner (Atsushi, Anna, Hirotaka und Tsubasa) tragen sich in Shibuya und wir gingen in eine sehr günstige (für jap. Verhältnisse) und gemütliche Izakaya (Bar). War natürlich ne Überraschung. Julia hatte eigentlich mit einem Mädelsabend gerechnet. War jedenfalls sehr schön. Und die Bar muss ich mir merken.
Gestern bin ich mit Franzi zum Herbstfest des Shonen Fujizawa Campus der Keio gegangen, wo sich auch die Deutschabteilung befindet. Dort hatten auch unsere fleißigen, Deutsch lernenden Japaner einen Stand. Das Fest an sich war nicht so interessant, aber es war schön noch einige andere Japaner zu sehen, die zur Geburtstagsfeier am Tag zuvor nicht da waren.
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| Hier wurde deutsche Wurst und Bier verkauft. |
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