Zum heutigen Tag gibt es diesmal nicht soviel zu erzählen.
Wir trafen uns 11:45 am Bahnhof Sagami Ôno mit Shizuka und fuhren zum SFC Campus der Keio-Uni. Dort fand heute unsere Willkommensfeier statt.Wir trafen diesmal auch wirklich Frau Waragai. Die in meinem ersten oder zweiten Eintrag erwähnte Frau Waragai, war es doch nicht. In der Cafeteria erwarteten uns bekannte und neue Gesichter. Als erstes musste sich jeder vorstellen, wir auf Japanisch und die Japaner auf Deutsch. Irgendwie war ich jedoch überhaupt nicht aufgeregt. Liegt wohl daran, dass ich meine Selbstverstellung inzwischen im Schlaf kann. Anschließend gab es eine Art Buffet mit Salat, Schinken, Fisch, Nudeln und irgendeinem Fleisch in tomatiger Soße (sah jedenfalls so aus). Hat sehr gut geschmeckt. Derweil nutzte ich die Chance mit anderen Japaner ins Gespräch zu kommen, um meine ersten Fragebögen zu verteilen. Dabei hatte ich auch das Gefühl, dass meine Fragen richtig verstanden wurden. Außer über die wohl teils schwierigen Fragen, haben sie zumindest keine Grimassen geschnitten. :)
Während ich die ersten beiden Fragebögen verteilt habe, kam auch sofort der Kameramann ganz interessiert an und fragte mich erstmal aus, warum ich über Kamon forsche, was mein Lieblingskamon ist und ob es sowas auch in Deutschland gibt. Auch wenn es nicht ganz einfach war, habe ich alles halbwegs verständlich auf Japanisch beantworten können.
Zur Belohnung bekam dann jeder ne kleine Tüte Haribo Goldbären geschenkt. Kamen sehr gut an. :)
Damit war dann unsere Party auch schon wieder vorbei. Aufgrund des schlechten Wetters (es regnet schon den ganzen Tag über), hatten wir nichts mehr weiter vor und kehrten zurück ins Wohnheim.
Nach dem Abendbrot nachher treffen wir uns dann noch bei Alexandra und machen nen Spieleabend oder so. Mal schauen.
Morgen geht es dann nochmal nach Ueno, diesmal ins National Museum.
Montag, 28. Februar 2011
Sonntag, 27. Februar 2011
Kawagoe (Sa) und Enoshima (So)
Wie erwähnt kam ich gestern nicht mehr zu einem Blogeintrag, daher gibt’s heute ne Doppelfolge.
Gestern gestaltete jeder von uns seinen Tag individuell. Ich traf mich mit meinem Tandempartner Hirotaka in Kawagoe. Allerdings hatte ich ein paar Probleme, rechtzeitig anzukommen. In Shinjuku am Durchgangsschalter wollte ein Japaner zur gleichen Zeit den selben Schalter nutzen, nur war er einen Tick schneller mit seiner Karte. In typisch japanischer Manier hat er mich jedoch vorgelassen, nur ohne, dass meine Karte gescannt wurde. Als ich dann beim nächsten Schalter in den Bereich der Yamanote-Linie wechseln wollte, zeigte mir das Gerät eine Fehlermeldung an. Nach weiteren gescheiterten Versuchen ging ich also zur Information und versuchte, auf Japanisch mein Problem zu schildern. Die nette Dame ist natürlich sofort ins Englische verfallen, aber naja, das war mir in dem Moment eigentlich sogar lieber. Jedenfalls musste ich nur ein paar Schritte weiter zu einem Mann, der den fälligen Betrag dann wohl manuell abgehoben und die Sperre rausgenommen hat.
Durch die verlorene Zeit war ich nun ziemlich in Eile, meinen Anschlusszug zu kriegen und lief dabei zur Bahn für die Gegenrichtung, aber zum Glück habe ich das noch rechtzeitig bemerkt. Allerdings hab ich doch nicht mehr den Zug bekommen, um pünktlich meinen Anschlusszug in Ikebukuro zu kriegen. Statt mit dem Express gings von dort aus auch nur mit dem Semi-Express weiter. Der hält an ein paar mehr Haltestellen und ist dementsprechend langsamer. Ich kam dann 20min später als geplant an, fand aber Hirotaka recht schnell.
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| Hirotaka |
Ich habe glaube ich noch nie soviel Japanisch geredet wie an diesem Tag. Wir haben uns über alles mögliche unterhalten, u.a. über seinen Aufenthalt in Deutschland, der morgen beginnt. Vielleicht treffe ich ihn Ende März in Berlin, ansonsten wollte er nochmal diesen Sommer nach Deutschland kommen.
In Kawagoe hat Hirotaka mich durch die Stadt geführt und zu den Plätzen gebracht, wo ich hinwollte. Dazu zählte das Museum von Kawagoe, die Reste der Burg sowie der Kita-in Tempel.
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| Toki no kane |
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| Überreste Burg Kawagoe |
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| Mittag |
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| Kita-in Tempel |
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| Gohyaku Rakan |
Im Anschluss an Kawagoe fuhren wir nach Shinjuku, wo mir Hirotaka dabei half, ein passendes Buch über Kamon zu finden und auch beim Kauf eines Yukata hat er mich beraten.
Ein Geschenk für seine Mühen hatte ich natürlich auch dabei. Eine Tüte voll Rittersportschokolade und Haribo Goldbären. So schnell ging der Tag dann auch schon vorüber.
Abends zum Essen lernten wir noch 3 Japaner kennen und beschlossen mit ihnen noch etwas zu trinken. Das verlagerte sich dann in mein Zimmer und dauerte bis spät in die Nacht hinein, weswegen ich auch nicht mehr zu einem Blogeintrag kam.
In der Frühe wurde ich dann etwas unsanft vom Lärm irgendwelcher Megafondurchsagen und Kampfjets?!? geweckt. Heute gings wieder gemeinsam nach Enoshima, wo wir uns mit Reina sowie Saki, Yuki und Yukako getroffen haben. Zuerst gingen wir bei recht starkem Wind ins Aquarium, wo uns die Japaner trotz nicht vorhandenen internationalen Studentenausweis doch zum Studentenpreis hineinschleusten.
Danach gingen wir zur eigentlichen Insel Enoshima und klapperten einen Großteil der Insel ab. Neben Schreinen, vielen Stufen und einigen blühenden Kirschblüten gab es auch einen Friedhof, den ich näher unter die Lupe nahm. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, sehr viele Kamon gab es zu sehen!
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| Sehen sie nicht traumhaft aus? |
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| Bahnhof Enoshima-Katase |
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| :) |
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| Gab schon komische Opfergaben |
Gute Nacht.
Samstag, 26. Februar 2011
Freitag, 25. Februar 2011
Kamakura
Der Tag begann eisig kalt als ich heute morgen aufgestanden bin. Dabei konnte man noch gar nicht glauben wie schön das Wetter heute werden würde. Zum Frühstück gab es heute Udon, das sind dicke Weizennudeln. Damit hatte der Tag dann doch schon mal ganz begonnen. Als wir uns dann wieder auf den Weg zum Bahnhof Sagami Ôno machten, entledigten wir uns bereits nach der Hälfte der Strecke den ersten Kleidungsschichten. Es versprach also ein sonnig warmer Tag zu werden und das wurde er auch, wie man auf den kommenden Fotos sehen kann.
In Sagami Ôno holte uns wieder Shizuka ab und wir fuhren nach Kamakura. Am Bahnhof in Kamakura warteten wir noch auf 3 andere Studenten, die uns am heutigen Tag begleiten sollten. Einer davon war Junpei, der auch schon 1 Jahr bei uns an der Uni in Halle war. Der nächste hieß mit Spitznamen "Cheko" (チェコ = Tschechien), da er 5 Jahre in Tschechien gelebt hat. Seinen richtigen Namen hab ich leider vergessen. Der dritte im Bunde hatte verschlafen und so gingen wir erstmal zu unserem ersten Ziel: der Tsurugaoka Hachiman-gû Shinto-Schrein. Zu unserem Gück fand auch gerade eine shintoistische Hochzeit statt. Es scheint sich langsam bezahlt zu machen, dass ich mir an jedem Tempel und Schrein bisher ein Omamori zugelegt habe. :)
Ein paar Kamon habe ich heute natürlich auch wieder gefunden:
Zurück beim Bahnhof gesellte sich dann auch der letzte Japaner zu uns. Seinen Namen hab ich leider auch vergessen. Auf der Suche nach Mittagessen irrten wir eine Weile umher, da Cheko nicht mehr genau wusste, wo er mit uns hinwollte. Junpei entdeckte dann noch ein schönes etwas abseits gelegenes Lokal. Es gab bei mir mal wieder Kareeraisu, also Curryreis. War sehr lecker.
Gestärkt fuhren wir weiter um zum Kôtoku-in, mit der größten freistehenden Amida-Buddha-Statue, zu kommen. In die Statue hinein konnte man auch gehen.
Auf dem Rückweg fuhren wir noch am Strand vorbei und konnten so den Pazifik sehen. Ein Friedhof mit Kamon entdeckte ich auch noch. Zu gern hätte ich auch noch ein paar der Waldstücke erkundet, aber das kann ich auch noch ein anderes mal machen. Ich werde sicherlich noch einmal im Verlauf meines Aufenthaltes nach Kamakura fahren.
Heute beim Abendbrot gab es noch einen Salat mit winzigen Fischen drin, die man erst bei genauerem Hinsehen als solche identifizieren konnte. Als Alexandra, nachdem sie ihre Schale bereits halb geleert hatte, meinte, der Salat schmecke nach Fisch, klärte ich sie erstmal auf, dass auch wirklich Fisch drin ist. Die Schale blieb dann auch weiterhin halbleer. :D
Das wars dann auch schon für heute. Morgen treff ich mich mit Hirotaka in Kawagoe. Ich freu mich schon drauf. :)
In Sagami Ôno holte uns wieder Shizuka ab und wir fuhren nach Kamakura. Am Bahnhof in Kamakura warteten wir noch auf 3 andere Studenten, die uns am heutigen Tag begleiten sollten. Einer davon war Junpei, der auch schon 1 Jahr bei uns an der Uni in Halle war. Der nächste hieß mit Spitznamen "Cheko" (チェコ = Tschechien), da er 5 Jahre in Tschechien gelebt hat. Seinen richtigen Namen hab ich leider vergessen. Der dritte im Bunde hatte verschlafen und so gingen wir erstmal zu unserem ersten Ziel: der Tsurugaoka Hachiman-gû Shinto-Schrein. Zu unserem Gück fand auch gerade eine shintoistische Hochzeit statt. Es scheint sich langsam bezahlt zu machen, dass ich mir an jedem Tempel und Schrein bisher ein Omamori zugelegt habe. :)
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| Tsurugaoka Hachiman-gû |
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| Benjamin beim rituellen Reinigen |
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| Shintôhochzeit |
Ein paar Kamon habe ich heute natürlich auch wieder gefunden:
Zurück beim Bahnhof gesellte sich dann auch der letzte Japaner zu uns. Seinen Namen hab ich leider auch vergessen. Auf der Suche nach Mittagessen irrten wir eine Weile umher, da Cheko nicht mehr genau wusste, wo er mit uns hinwollte. Junpei entdeckte dann noch ein schönes etwas abseits gelegenes Lokal. Es gab bei mir mal wieder Kareeraisu, also Curryreis. War sehr lecker.
Gestärkt fuhren wir weiter um zum Kôtoku-in, mit der größten freistehenden Amida-Buddha-Statue, zu kommen. In die Statue hinein konnte man auch gehen.
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| Amida-Buddha außen |
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| ....und innen |
Heute beim Abendbrot gab es noch einen Salat mit winzigen Fischen drin, die man erst bei genauerem Hinsehen als solche identifizieren konnte. Als Alexandra, nachdem sie ihre Schale bereits halb geleert hatte, meinte, der Salat schmecke nach Fisch, klärte ich sie erstmal auf, dass auch wirklich Fisch drin ist. Die Schale blieb dann auch weiterhin halbleer. :D
Das wars dann auch schon für heute. Morgen treff ich mich mit Hirotaka in Kawagoe. Ich freu mich schon drauf. :)
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