Samstag, 12. März 2011

Abbruch

Aufenthalt ist vorbei. Für Dienstag ist mein Rückflug gebucht. Muss nur noch bestätigt werden. Ich hoffe bis dahin passiert nicht noch was schlimmes.

Freitag, 11. März 2011

Erdbeben

Wir haben alle das Erdbeben heil überstanden. Ich bin todmüde und geh jetzt schlafen. Gute nacht

Donnerstag, 10. März 2011

Nachtrag zu gestern

Wie ich in den Nachrichten mitbekommen habe, gab es gestern noch ein größeres Erdbeben der Stärke 7,3, dass wohl bis nach Tokyo spürbar war. Wir waren jedenfalls gestern noch knappe 100 km weiter weg und haben nichts davon mitbekommen. Lediglich der Hinweis von Rio, dass das Rauschen im Radio ein Zeichen für ein Erdbeben ist, hat uns überhaupt darauf aufmerksam gemacht.
Ihr braucht euch also keine Sorgen machen.

Mittwoch, 9. März 2011

Odawara

Der heutige Tag war mein bisheriges Highlight vom ganzen Aufenthalt hier. Es ging nach Odawara, ein idyllisches Städtchen, südwestlich von Tokyo. Leider konnte Alex aufgrund von Kopfschmerzen nicht mitkommen. Also trafen wir uns zu dritt mit Ryosuke um 11:00 am Bahnhof von Odawara.
Real sah es wiedermal besser aus
Mit etwas Verspätung traf Ryosuke schließlich ein und wir fuhren nach eine Station nach Hakone-Itabashi, was aber trotzdem noch Odawara zu sein scheint. Dort erwartete uns Rio, eine Studentin, die erst vor kurzem aus Halle wiederkam. Ich hab sie sogar vor einem Monat noch vom Bahnhof in Halle abgeholt und zum Wohnheim gefahren, allerdings hab ich sie zuerst gar nicht erkannt *はずかしい* (wie peinlich) >.<
Sie führte uns etwas durch die Gegend, unter anderem an einem Süßigkeiten- und Tofuladen.
Tofuladen
mit Tofu in allen möglichen Formen und Inhalten.







Man siehts zwar schlecht, aber in der Mitte ist das "Mittsu Uroko" - ein Kamon
Bambus hat einen interessanten Klang


Schließlich lud Rio uns zu sich nach Hause ein, in einem Tempel! *_*
Tengu

Garten
Als wenn das schon nicht genug wäre, bot sie uns auch noch an, an einer Teezeremonie teilzunehmen. Eigentlich war diese für die Kindergartenkinder vom Kindergarten gleich nebenan gedacht. Wir dürften dem beiwohnen und waren anschließend selber dran. Allerdings war es wohl nur die kurze Version. Wir waren, würde ich meinen, nach einer halben Stunde fertig. Die Kindergartenkinder waren schon süß anzusehen, wie sie die Prozedur gemeistert haben. Und was die für Augen gemacht haben, als wir dazu kamen.^^
Der Tee war übrigens sehr lecker. Sehr mild und überhaupt nicht bitter (im Gegensatz zum "Grünen Tee" in Deutschland, den ich meist zu lange ziehen lasse -__-). Gleich danach aßen wir Mittag, mit Onigiri aus dem Konbini sowie den Süßigkeiten aus dem Süßigkeitenladen.
unsere Süßigkeiten
nochmals schön andekoriert

Nach dem Mittag zeigte uns Rio noch den eigentlichen Tempel und erklärte uns einige Gegenstände.
Das dort unten ist im übrigen kein Kamon, sondern ein Jimon, quasi das Wappen eines Tempels bzw. der eigentlichen Gottheit
Dann verabschiedeten wir uns auch schon wieder von Rio und kehrten zurück zum Hauptbahnhof Odawara, um dort das Schloss zu besichtigen.




Ich weiß das Bild sieht doof aus mit den Bäumen, aber mir kam es auf das Kamon an...
Schloss Odawara
Wie man sehen kann hatten wir auch super Wetter. Im Schloss gab es natürlich eine Menge Kamon zu sehen. :) Des Weiteren auch die Feudalherren der Burg über die Jahre hinweg, Schwerter, Rüstungen, Geschirr, Tücher, Reiseutensilien, etc. Von ganz oben hatte man eine super Aussicht. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen die Berge.



Im Souvenirshop erstand ich noch sehr günstige Postkarten und einmal Essstäbchen mit Sanada Yukimura (ein Kriegsfürst zur Zeit der streitenden Reiche) als Chibi-figur.
Auf dem Rückweg zum Bahnhof erblickte ich noch eine ganze Reihe von den Kamon der verschiedenen Herrscherfamilien von Schloss Odawara.


Das war nun heute eine gelungene Abwechslung zum sonstigen Großstadtjungle. Wenn ich mal noch nach Hakone fahre und anschließend noch Zeit habe, werde ich auf jeden Fall nochmal hierher kommen.
Zum gelungenen Tag heute, haben wir uns (vollständig) abends nochmal mit Jeff zum Karaoke getroffen. Da ich vorher noch etwas geübt habe, konnte ich auch ein paar mehr Lieder singen. Damit haben wir den Tag erfolgreich abgerundet. :)

Dienstag, 8. März 2011

Tokyo Tower

Heute führte uns unser Weg nach Tamachi zum Mita-Campus der Keio-Uni. Im Vergleich zum SFC-Campus ist dieser wesentlich schöner. Er liegt mitten in einer Häuserfront umgeben von Wohn- und Geschäftshäusern.
Mita-Campus Eingang
sieht real viel besser aus
Wir wurden heute übrigens von Takayuki, Kyouhei und Mariko (ein neues Gesicht) begleitet.
Neben dem Suchen und Kopieren von Büchern gingen wir zwischendurch auch in der Mensa essen. Fast alle hatten Kareeraisu, es war aber auch billig und hat gut geschmeckt.

Als wir fertig waren, gingen wir das Stück zum Tokyo Tower, der ganz in der Nähe lag. Auf dem Weg dahin erblickte ich noch einen kleinen Schrein mitten zwischen den Hochhäusern.

Tokyo Tower von weitem
und von dichtem
Mit 820Yen war der Eintritt nicht gerade günstig und die Aussicht hat mich jetzt auch nicht umgehauen. Da war die Sicht vom Rathaus in Shinjuku besser und sogar kostenlos.
Im Boden waren teilweise Glasplatten durch die man nach unten sehen konnte.
Mehrere Shops gabs natürlich auch dort. Gekauft hab ich allerdings nichts. Das wars dann auch schon wieder.
Morgen fahren wir nach Odawara zur Burg und abends heißt es wieder Karaoke.

Montag, 7. März 2011

Yokohama die zweite - wegen schlechter Laune abgesagt

Eigentlich sollte es ja heute nochmals nach Yokohama zum Shoppen gehen. Allerdings herrschte nach dem Frühstück schlechte Laune und es hieß nur noch: keiner hat Lust. Da nun jeder wieder was für sich gemacht hat und es mir so ziemlich egal war wo ich nun shoppe, blieb ich in Sagamiôno. Hab auch sogar was gefunden. :) Und ich muss sagen, hier ist es viel leichter was passendes für mich zu finden...wenn da nicht das Geld wäre. Ich hab mal heute morgen noch so durchgezählt, was ich schon alles für Bücher, CDs, Geschenke und Merchandise ausgegeben habe...ich muss sparen...sag ich mir jetzt schon immer wieder, aber wie schnell kommt man schon mal nach Japan...
Es hat heute übrigens geschneit. Ein seltener Anblick in Tokyo.
Morgen gehts zum Mita-Campus in die Bibliothek.

Sonntag, 6. März 2011

Friedhof und Shinjuku

Gestern war ich wie geschrieben auf der Suche nach einem Friedhof und habe auch tatsächlich einen gefunden. Auf der Strecke nach Enoshima befinden sich in einem Waldstück zwischen Tsuruma und Yamato gleich zwei Stück. Für meine Forschung habe ich eine Strichliste von Grabsteinen mit Kamon und ohne geführt. Da ich allerdings erst nachmittags aufgebrochen bin, habe ich nur einen geschafft. Der andere kommt dann vielleicht morgen dran. Kurz gefasst kann ich jedenfalls sagen, dass sich auf den meisten Grabsteinen ein Kamon befindet. Sogar mancher Grabstein für Tiere (ja, die lagen da so mittendrin) ist von einem Kamon geschmückt.

Sonntag ist ein Tag, an dem es hier kein Essen gibt. Man muss sich also was aus dem Konbini holen, kann aber auch ruhigen Gewissens ausschlafen. Da wir heute wieder frei hatten, habe ich das auch getan. Während ich dann noch ein Bad nahm, überlegte ich, wo es hingehen soll und ich entschied mich für Shinjuku.
Als erstes ging ich noch einmal zum Rathaus. Diesmal jedoch in den südlichen Turm (letztes mal war es der nördliche). Die Sicht war allerdings noch schlechter als beim letzten mal, dafür konnte man jedoch den das Waldgebiet um den Meiji-Schrein sehen.
Anschließend schaute ich mir den Park in der Nähe nochmal näher an, wozu wir das vorherige mal nicht dazu kamen. Neben grünen Bäumen und blauen Planen fand ich auch einen Schrein.



Im Anschluss irrte ich durch die Gegend auf der Suche nach dem Kinokuniya, einem Buchladen mit 7 oder 8 Etagen. Nach einer Weile fand ich ihn dann schließlich auch und kaufte mir noch ein zweites Buch über Kamon. Zwischendurch schaute ich noch in einem Bic Camera vorbei, fand jedoch nichts schönes. In einem kleinen Schreibwarenladen erstand ich dafür Mono-Radiergummi für meine Freundin.
Ich schlenderte noch eine Weile durch die Gegend, fand aber nichts mehr was mein Interesse geweckt hätte und fuhr wieder zurück.
Heute Abend gehen wir dann wieder mit Jeff und vielleicht auch Julienna Sushi essen.

Samstag, 5. März 2011

Ghibli

Die gestrige Reise führte uns nach Mitaka ins Ghibli Museum. In Sagami Ôno trafen wir wieder auf Shizuka und am Bahnhof Mitaka gesellte sich noch Yvonne zu uns. Nach einer Weile Fußweg erreichten wir schließlich das Ghibli Museum.


Innen drin dürfte man leider keine Fotos machen. Umso ausführlicher werde ich daher versuchen, das Museum zu schildern. Das Gebäude an sich sieht mit den vielen Rundungen fantasievoll und einladend aus, die Fenster bestehen teils aus Buntglas mit Filmmotiven. Im ersten Raum erwarteten uns optische Täuschungen, die einen Film überhaupt erst zu einem Film machen. Nämlich die schnelle Abfolge verschiedener Bilder, die zusammen eine Bewegung ergeben. So simpel das klingt und so einfach auch die Anlagen sind, war es erstaunlich, wie auf diese Weise die Figuren zum leben erwachten.
Weiterhin gab es allerlei Skizzen zu sehen und auch die Materialien, die zum Erstellen der Folien gebraucht wurden. Im Eintritt mit inbegriffen war das Schauen eines 15-minütigen Kurzfilms. Diese Filme wechseln von Jahr zu Jahr und sind auch nicht außerhalb des Museums zu sehen, geschweige denn erwerbbar. Es lohnt sich also mehr als einmal hinzufahren.
In unserem Film ging es um eine Hexe, die sich gerade Spiegeleier macht. Ein Ei will jedoch nicht so recht aufgehen und als die Hexe dem Ei eine Schleife überstülpt, erwacht es zum Leben. So müht sich Tamago-chan (das Ei) bei Haushaltsarbeiten ab, unter anderem beim kneten eines Teigs auf dem ein Apfel liegt. Während der Nacht scheint der Mond auf den Teig und dieser erwacht zum Leben, mit den Apfel als Nase (in dem im übrigen noch ein Wurm drin steckt). Tamago-chan gibt dem Teigwesen noch zwei Weintrauben als Augen und die beiden fliehen vom Anwesen der Hexe. Diese bekommt jedoch schnell Wind von der Flucht und verfolgt die beiden in eine Stadt. Dort werden sie von der Hexe entdeckt und die Hexe formt den Teig in Gliedmaßen und steckt ihn in den Ofen. Fertiggebacken kommt das Teigwesen wieder heraus. Vom ganzen Tumult aufgeschreckt, erscheint das Königspaar (zwei Eier) und die Hexe verzieht sich wieder. Zum Schluss sieht man Tamago-chan und den Brotmann zusammen davongehen.
Neben den vielen Bildern waren auch Unmengen von Recherchematerial vorhanden, über Architektur und Naturlandschaften bis hin zu Kriegsmaschinerie. Auf dem Dach gab es eine Roboterstatue und einen Monolith. Aus welchen Filmen die stammen weiß ich allerdings nicht. Jedenfalls dürfte man hier oben fotografieren:
Wieder im Gebäude kamen wir noch am Nekobus vorbei und Alexandra wünschte sich, sie wäre noch ein Kind, um darauf mitspielen zu können.^^
Anschließend gingen wir noch in den Museumsshop, in dem ich trotz der recht hohen Preise noch etwas kaufte.
Damit machten wir uns wieder auf den Rückweg und suchten uns in Kichioji etwas zum Mittag. Dabei gesellte sich noch ein Japaner namens Shunsuke zu uns. In einem Lokal einer Kette? namens Ootoya wurden wir schließlich fündig und nahmen unsere Mahlzeit hier ein.
Im Anschluss suchten wir eine Karaokebar auf. Zuvor machten wir aber noch Purikura-Bilder. :)
Karaoke hat sehr viel Spaß gemacht, wobei es sicherlich noch besser gewesen wäre, ohne Textunsicherheiten. Also heißt es für das nächste mal üben üben üben.
Ich habe übrigens Mosaic Kakera von Sunset Swish, It's my life von Bon Jovi, Haruka Kanata von Asian Kung-fu Generation und Cage von Dir en Grey gesungen.
Damit war der Tag dann auch vorüber und wir kehrten zurück ins Wohnheim.

Heute ist wieder ein freier Tag und die Mädels sind zum Shoppen unterwegs. Ich werde heute Nachmittag mal schauen, ob ich in der Nähe noch einen Friedhof finde und somit was für meine Forschung machen kann.
Bis dann.