Der heutige Tag war mein bisheriges Highlight vom ganzen Aufenthalt hier. Es ging nach Odawara, ein idyllisches Städtchen, südwestlich von Tokyo. Leider konnte Alex aufgrund von Kopfschmerzen nicht mitkommen. Also trafen wir uns zu dritt mit Ryosuke um 11:00 am Bahnhof von Odawara.
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| Real sah es wiedermal besser aus |
Mit etwas Verspätung traf Ryosuke schließlich ein und wir fuhren nach eine Station nach Hakone-Itabashi, was aber trotzdem noch Odawara zu sein scheint. Dort erwartete uns Rio, eine Studentin, die erst vor kurzem aus Halle wiederkam. Ich hab sie sogar vor einem Monat noch vom Bahnhof in Halle abgeholt und zum Wohnheim gefahren, allerdings hab ich sie zuerst gar nicht erkannt *はずかしい* (wie peinlich) >.<
Sie führte uns etwas durch die Gegend, unter anderem an einem Süßigkeiten- und Tofuladen.
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| Tofuladen |
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| mit Tofu in allen möglichen Formen und Inhalten. |
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| Man siehts zwar schlecht, aber in der Mitte ist das "Mittsu Uroko" - ein Kamon |
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| Bambus hat einen interessanten Klang |
Schließlich lud Rio uns zu sich nach Hause ein, in einem Tempel! *_*
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| Tengu |
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| Garten |
Als wenn das schon nicht genug wäre, bot sie uns auch noch an, an einer Teezeremonie teilzunehmen. Eigentlich war diese für die Kindergartenkinder vom Kindergarten gleich nebenan gedacht. Wir dürften dem beiwohnen und waren anschließend selber dran. Allerdings war es wohl nur die kurze Version. Wir waren, würde ich meinen, nach einer halben Stunde fertig. Die Kindergartenkinder waren schon süß anzusehen, wie sie die Prozedur gemeistert haben. Und was die für Augen gemacht haben, als wir dazu kamen.^^
Der Tee war übrigens sehr lecker. Sehr mild und überhaupt nicht bitter (im Gegensatz zum "Grünen Tee" in Deutschland, den ich meist zu lange ziehen lasse -__-). Gleich danach aßen wir Mittag, mit Onigiri aus dem Konbini sowie den Süßigkeiten aus dem Süßigkeitenladen.
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| unsere Süßigkeiten |
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| nochmals schön andekoriert |
Nach dem Mittag zeigte uns Rio noch den eigentlichen Tempel und erklärte uns einige Gegenstände.
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| Das dort unten ist im übrigen kein Kamon, sondern ein Jimon, quasi das Wappen eines Tempels bzw. der eigentlichen Gottheit |
Dann verabschiedeten wir uns auch schon wieder von Rio und kehrten zurück zum Hauptbahnhof Odawara, um dort das Schloss zu besichtigen.
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| Ich weiß das Bild sieht doof aus mit den Bäumen, aber mir kam es auf das Kamon an... |
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| Schloss Odawara |
Wie man sehen kann hatten wir auch super Wetter. Im Schloss gab es natürlich eine Menge Kamon zu sehen. :) Des Weiteren auch die Feudalherren der Burg über die Jahre hinweg, Schwerter, Rüstungen, Geschirr, Tücher, Reiseutensilien, etc. Von ganz oben hatte man eine super Aussicht. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen die Berge.
Im Souvenirshop erstand ich noch sehr günstige Postkarten und einmal Essstäbchen mit Sanada Yukimura (ein Kriegsfürst zur Zeit der streitenden Reiche) als Chibi-figur.
Auf dem Rückweg zum Bahnhof erblickte ich noch eine ganze Reihe von den Kamon der verschiedenen Herrscherfamilien von Schloss Odawara.
Das war nun heute eine gelungene Abwechslung zum sonstigen Großstadtjungle. Wenn ich mal noch nach Hakone fahre und anschließend noch Zeit habe, werde ich auf jeden Fall nochmal hierher kommen.
Zum gelungenen Tag heute, haben wir uns (vollständig) abends nochmal mit Jeff zum Karaoke getroffen. Da ich vorher noch etwas geübt habe, konnte ich auch ein paar mehr Lieder singen. Damit haben wir den Tag erfolgreich abgerundet. :)
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