Freitag, 21. September 2012

Placementtest und so

So, der letzte Eintrag ist nun schon ein paar Tage her. In diesem Rhythmus wird es aber wohl auch die nächsten Einträge geben.

Zuerst noch ein nachträgliches Bild sowie eine Korrektur zum letzten Eintrag. Ich hatte geschrieben, dass die zweite Tochter meiner Gasteltern zu Besuch gekommen ist. Aber in Wirklichkeit war ihr Mann der jüngere Sohn meiner Gasteltern. Auf Nachfrage habe ich herausgefunden, dass sie 4 Kinder haben :O Ganz schön viel für Japaner. Da vorgestern noch der älteste Sohn meiner Gasteltern samt Frau/Freundin zu Besuch kam, habe ich bisher also 3 kennengelernt.

Hier nun noch das Foto (von meinem Gastvater aufgenommen):


Nun zu dieser Woche:
Was ich am Montag gemacht habe weiß ich gar nicht mehr genau, wahrscheinlich gelernt. Scheint wohl nicht sonderlich wichtig gewesen zu sein.

Dienstag war dann der große Tag. Der Placementtest stand an, welcher entscheiden sollte, in welchen Kurs ich später lande. Von meinem Gefühl her lief es nicht supergut, war aber auch keine Katastrophe.
Am Nachmittag war ich dann noch auf einer Welcome Party in der Nähe vom Tokyo Tower. Mit einem anderen deutschen Studenten aus Dresden zog ich dann noch durch die Gegend. Unter anderem zu einem Tempel, zum Pokemon-Center Tokyo und zum Hamarikyu-Park.
Tokyo Tower von der Dachterasse des Mita-Campus
Tokyo Tower
Hamarikyu-koen
Im Hintergrund zu sehen: die Rainbowbrigde, allerdings nicht sonderlich farbenfroh

Am Mittwoch war dann noch die Entrance Ceremony. Für diese Veranstaltung war ein Semi-dresscode vorgesehen. Ohne Anzug ausgestattet, zog ich also ein Hemd an und ne schwarze Jeans. Nicht nur im Vergleich zu den Japanern, sondern auch gegenüber einigen Austauschstudenten kam ich mir dann aber doch ziemlich underdressed vor. Die mit Anzug waren aber auch aus Wirtschafts- und Rechtsfächern. Wir Geisteswissenschaftler haben da nunmal nicht so strenge Normen. Nunja, zumindest bin ich jetzt im Besitz der Keiohymne, damit kann ich meinen Gastvater ärgern *hehe*. Er ist nämlich von der Waseda, und die ist mit der Keio im Wettstreit um den Ruf als beste Privatuni Japans. Das zeigt sich auch daran, dass es im Oktober extra noch ein Baseballspiel zwischen diesen beiden Universitäten geben wird, wofür wir sogar frei bekommen.
Im Anschluss haben viele Studenten noch Fotos von sich mit dem Entrance Ceremony-Plakat machen lassen. Mag daran liegen, dass ich schon mal an der Keio war, aber ich empfand das nun nicht als so besonders. Ich lernte jedenfalls noch zwei andere deutsche Studentinnen kennen, mit denen der Dresdner von gestern und ich noch in die Mensa gingen. Mensaessen ist übrigens für japanische Verhältnisse ähnlich günstig wie in Deutschland und schmeckt dafür auch ganz gut. Von einer habe ich dann erfahren dass mein Iphone auch in Japan funktioniert. Nach etwas googlen fand ich dann auch heraus wie das funktioniert und siehe da, es funktioniert wirklich. Allerdings werde ich diese Funktion nicht eingeschaltet lassen da sie auch mehr Strom verbraucht. Im Notfall kann ich mich jedoch auch darüber mitteilen.
Am Abend ging es dann noch zum Goethe-Institut wo ich vielleicht den Spieleabend betreuen soll. Für den Weg zum Asakusa Bahnhof, von wo aus ich mit der Ginza-Linie bis nach Aoyama-Ichome fahren kann, habe ich jedoch ziemlich lange gebraucht und ihn letztendlich auch nicht gefunden. Stattdessen bin ich irgendwann bei nächsten Haltestelle der Ginza-Linie angekommen und dort eingestiegen. Auf dem Weg hatte ich noch ne tollen Blick auf den Sky Tree:

Anscheinend bin ich aber doch noch rechtzeitig angekommen. Von David, einem Kommilitonen aus Halle, der dort gerade Praktikum macht und über den ich überhaupt erst dazu gekommen bin, hat mir dann noch etwas eingewiesen und dann gings auch schon los. Zum Goethe-Institut kommen (hauptsächlich) Japaner, die Deutsch lernen/können. Dementsprechend ist allgemeine Umgangssprache auch Deutsch. Nur wenn jemand noch nicht so gut im Deutschen bewandert ist, wird auch mal auf Japanisch gewechselt. Wir spielten jedenfalls Siedler von Catan, wofür ich mir vorher noch ne interaktive Spieleinführung im Internet angesehen habe. Im übrigen war dies der erste Spieleabend, sozusagen die Premiere, sodass es auch noch nicht 100%ig feststeht, ob es überhaupt fortgesetzt wird. Aber es kamen recht viele Leute und es hatten denke ich alle Spaß, sodass es wahrscheinlich fortgeführt wird. Auf der Rückfahrt bekam ich dann mit, dass der Asakusa-Bahnhof nicht dort ist, wie meine Karte es angezeigt hat. Er war nämlich weiter im Osten, wahrscheinlich wegen dem Sky Tree. Nunja, da der Sensoji-Tempel praktisch auf dem Rückweg lag und es dunkel war, macht ich noch ein paar Fotos:
hübsche Pagode
Tagsüber ist hier soviel Trubel, nachts jedoch ist kaum etwas los
Am Donnerstag erfuhr ich das Ergebnis meines Test: Level 3. Da ich mir zuvor schon die Kursbeschreibungen durchgelesen habe, war ich etwas enttäuscht. Ich hatte zumindest gehofft, in level 4 reinzukommen, da aber dieser Stufe der Intermediate Bereich anfängt. Es besteht allerdings auch noch die Möglichkeit, über einen weiteren Test in die nächsthöhrere Stufe zu kommen. Die Chance werde ich auch nutzen. Am schlimmsten hat es mich aber auch nicht erwischt. Nachdem wir nämlich alle unser level entsprechend aufgeteilt wurden, saß ich neben einer, die den JLPT 2 schon bestanden hatte. Das ist mindestens lvl 8! Keine Ahnung was da schief gelaufen ist.
Am Nachmittag ging ich dann noch zur Post, wo ich tatsächlich ohne Limit 100.000 Yen abholen konnte. Meine Suche nach einem Prepaidhandy blieb jedoch erstmal erfolglos. Zuhause angekommen, fuhr mich mein Gastvater nach einigen Herumtelefonieren zu einem Softbankshop, der auch Prepaidhandys verkauft. Und nun hab ich ein schwarzes Phone zum Aufklappen mit japanischer Mailadresse.

 

Wen es interessiert: 08094403033 (japanische Landesvorwahl ist +81)
markus.tsukiyo@softbank.ne.jp

Nebenbei ist das hier übrigens noch meine aktuelle Adresse:

2-16-6 Nihonzutsumi, Taito-ku, Tokyo, Japan
Nagaya (so heißt die Familie) sollte man vielleicht zusätzlich noch angeben, wenn man mir schreiben will




Auf dem Rückweg fuhr mich mein Gastvater extra noch zum Solamachi, ein Einkaufscenter am Fuße des Sky Tree, damit ich ein gutes Bild von ihm machen kann. Auf dieser Entfernung hat er jedoch nicht gänzlich mehr raufgepasst.
 
Freitag, also heute, war morgens noch mein Interview mit Frau Murata. Das Ergebnis meines Test spiegelt wahrscheinlich mein letztes Jahr Japanischlernen wider, nämlich Selbststudium. Da sich hierfür Vokabeln und Kanji am besten anbieten, hatte ich im Reading-Teil knapp die Hälfte aller Punkte. Expression und Listening war jedoch nicht so gut. Frau Murata hat mir jedenfalls noch geraten, dass ich den Test für das höhere lvl nehmen soll und noch ein paar Hinweise gegeben.
Den Rest des Tages habe/werde ich dann mit Erholung verbracht/verbringen.



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