Der Tag ging schon mal gut los damit, dass gegen halb 3 ein kleines Erdbeben
war, wovon ich wach geworden bin. Danach konnte ich erstmal ne ganze
Weile lang nicht wieder einschlafen, nicht weil mir das Erdbeben sorgen gemacht
hat, sondern weil es auch nachts noch sehr schwül ist.
Nunja, heute habe ich mich daran versucht, bis zum Bahnhof Uguisudani zu
gehen und von dort bis nach Tamachi zu fahren. Das ist die günstigste Variante
und ich möchte diese dann auch als Monatsticket nehmen (ein Monatsticket kann
man für eine bestimmte Strecke von A nach B erwerben, sie gelten nicht für eine
Zone).
An der Uni fand die Eröffnungsfeier des Sprachkurses statt, die ca. eine
halbe Stunde dauerte. Die war nun nicht so wirklich spannend und anschließend
war dann nochmal eine Einführungsveranstaltung für die, die gestern nicht daran
teilgenommen haben. 1 1/2 h später sollte dann noch eine
Orientierungsveranstaltung für internat. Studierende sein. Also saß ich mit ein
paar anderen draußen auf dem Mitacampus und wartete bis diese begann. Dabei
lernte ich dann zwei Deutsche kennen, die beide in einem Keiowohnheim hausen
(was wohl die meisten Teilnehmer am Sprachkurs machen).
Die Orientierungsveranstaltung war an sich ok. Es wurde zwar fast nur das gesagt,
was in einem Heft, welches alle bekommen haben, bereits steht, aber ob man sich
das dann immer auch alles durchliest ist eine andere Sache. Die wichtigsten
Informationen daraus wurden dort jedenfalls zusammengefasst.
Nach der Veranstaltung ging ich dann noch in die Mensa. Da es meine
Gastmutter mit dem Essen recht gut meint, hatte ich nicht wirklich viel Hunger,
sodass ich mich mit Reis und frittiertem Huhn begnügt habe. Zwar habe ich mich
etwas mit einigen anderen Teilnehmern vom Sprachkurs unterhalten, aber ich
merke schon, dass ich mit denen wohl nicht soviel zu tun haben werde. Dadurch,
dass sie nun mal viel mehr mit den anderen aus ihrem Wohnheim machen, habe ich
schon etwas den Anschluss verloren. Aber das ist nicht weiter schlimm, da ich
eigentlich genug Leute hier in Tokyo kenne. Und vielleicht ändert sich ja noch
was wenn erstmal der Sprachkurs richtig beginnt.
Auf dem Weg zurück habe ich noch in einem Softbankgeschäft vorbei geschaut
um mir ein Prepaidhandy zu kaufen. Das macht sich denke ich besser als eines
mit Vertrag, da diese eine Mindestlaufzeit (von 1 oder 2 Jahren) erfordern. Allerdings
war die Filiale nicht groß genug, sodass sie keine da hatten. Ich wurde aber
freundlich darüber informiert, wo ich denn welche kaufen könnte.
Zurück zu Hause habe ich meinem Gastvater noch erklärt, dass ich mich noch
beim Ward Office anmelden muss und mir ein Prepaidhandy kaufen möchte. Nach
etwas herumtelefonieren, hat er herausgefunden, zu welchem Office ich muss und,
dass in einem nahegelegenen Softbankshop in Asakusa (welcher mir vorher nicht
genannt wurde) auch Prepaidhandy verkauft werden. Das Problem war allerdings,
dass ab 16:00 wohl die Vorbestellungen für das neue Iphone möglich seien und
daher lange Wartezeiten zu erwarten wären (es war etwa 14:45). Mein Gastvater
hat mich daher gleich zum nächsten Ward Office gefahren. Allerdings war im
Gebäude wohl gerade eine Kongresssitzung und Renovierungsarbeiten wurden auch
noch gemacht, sodass das sonst leere Parkhaus ziemlich voll war und wir etwa 20
min warten mussten um rein zu kommen. Die Straßenführung dahin fand ich
überraschender Weise recht übersichtlich. Zumindest wenn man Linksverkehr
gewohnt ist.^^’
Zusammen mit meinen Gastvater war die Anmeldung nicht allzu schwer,
allerdings hatten wir bereits soviel Zeit verloren, dass wir es nicht mehr vor
16:00 zu einer Softbankfiliale geschafft haben. Auf dem Weg zurück sind wir an
zweien vorbei gefahren, die auch wirklich schon ziemlich voll waren. Ich muss
dann wohl noch bis nächste Woche warten, bis ich mir ein Handy besorge.
Ansonsten war der Tag nicht weiter spannend. Morgen Abend fahre ich mit
meinen Gasteltern zu einem Shakuhachi-Konzert. http://de.wikipedia.org/wiki/Shakuhachi
Mal schauen wie das wird.^^
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