Da es recht viel zu berichten gibt, werde ich es etwas aufteilen.
Teil 1: Kyoto/Osaka (21.11.)
Teil 2: Inuyama (22./23.11.)
Teil 3: Sekigahara/Kyoto (24.11.)
Wer sich in Japan auskennt, wird sich wohl wundern, warum ich soviel hin und her reiste. Ursprünglich hatte ich geplant erst nach Inuyama zu fahren, dann nach Sekigahara, Kyoto und schließlich Osaka. Das wäre alles eine Richtung gewesen. Allerdings war der Freitag (23.) ein Feiertag, was für ein verlängertes Wochenende sorgte. Zu solch einer Gelegenheit ist halb Japan auf den Beinen um zu reisen. Daher habe ich keine bezahlbare Übernachtungsmöglichkeit in Kyoto oder Osaka übers verlängerte Wochenende gefunden. Da ich allerdings in Inuyama bei einer Freundin übernachten konnte, bin ich also erst nach Kyoto/Osaka gefahren. Dadurch bin ich zwar viel hin und her gefahren, aber so hab ich auch mehr von der Landschaft mitbekommen.
Los gehts:
Meine Reise begann damit, dass ich 22:00 von Asakusa in den Nachtbus nach Nagoya einstieg. Dies gestaltete sich schon etwas stressig, da ich auf dem Weg dorthin an einem Fest vorbei kam und mich durch die ganzen Menschenmassen wühlen musste. Nachdem ich der Masse entkommen war, wusste ich allerdings auch erstmal nicht wo ich mich befand. Mit all den Festständen sah die Gegend eben ganz anders aus. Aber dank des Sky Trees, den man recht gut sehen kann, konnte ich mich etwas orientieren und habe noch rechtzeitig zur Haltestelle gefunden.
Der Nachtbus war an sich nicht sonderlich voll. Die meisten hatten je zwei Plätze für sich, so auch ich. Da an den Fenstern überall Vorhänge hingen und man nicht rausgucken konnte, und auch bald das Licht ausging, versuchte ich zu schlafen. Das ging auch relativ gut. Nur wurde man etwa alle zwei Stunden dadurch geweckt, dass der Bus an einem Rastplatz hielt, das Licht wieder an ging und der Busfahrer durchrief, wann denn die Fahrt weitergeht. Nicht vollkommen erholt kam ich dann 4:45 in Nagoya an (die Busfahrt nach Nagoya hatte ich schon vor meiner Planänderung gebucht). Da noch keine Bahnen fuhren, schaute ich mich erstmal nach einem Conbini für Frühstück um. Dieser war auch schnell gefunden. Also wartete ich am Bahnhof auf den ersten Local Richtung Kyoto. Die Fahrt über genoss ich den Ausblick auf die bunt gefärbten Hügel.
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Auf dem Schloss schien gerade Herbstfest zu sein. Wie sich das von den normalen Tagen abhob, konnte ich jedoch nicht sagen. Aber hier nun ein paar Bilder. Im Schloss selbst dürfte man keine Bilder machen, aber die Gärten mit den rotgefärbten Blättern waren sowieso am schönsten anzusehen.
Danach ging es geschwind weiter zum Kinkakuji, dem Goldenen Pavillon. Auf dem Weg dahin machte ich noch in einer kleinen Gaststätte halt für kareeraisu (Curryreis).
Schön, oder?
Danach ging es weiter nach Osaka. Es liegt gerade mal eine halbe Stunde mit der Bahn von Kyoto entfernt...hätte ich ja nicht gedacht. Auf dem Weg dahin bin ich an einem Bahnhof übrigens hierauf gestoßen:
In Osaka angekommen ist mir auch gleich das erste Missgeschick passiert. Ich stand auf der Rolltreppe auf der linken Seite. In Osaka steht man allerdings auf der rechten Seite. Als Japanologe weiß man sowas eigentlich. Gedankenverloren und der Gewohnheit entsprechend, habe ich daran natürlich nicht gedacht. Zum Glück habe ich niemanden aufgehalten.
Mein erstes Ziel in Osaka war das Schloss. Es ist viel größer und beeindruckender als das in Kyoto. Allerdings auch nur ein Nachbau. Aber naja, seht selbst:
Auf dem Weg zum Schloss bin ich übrigens noch zufällig einem anderen deutschen Austauschstudenten der Keio samt Freundin begegnet. Klein ist die Welt...
Eigentlich wollte ich dann noch ins Osaka Stadtgeschichtsmuseum. Dafür hatte die Zeit jedoch nicht mehr gereicht. Also bin ich in Richtung meiner Unterkunft für die Nacht gefahren und hab mir dort noch was zu essen gesucht.
Nach einigem umherirren habe ich dann auch schließlich mein Ryokan gefunden. Ryokan sind traditionelle japanische Gasthäuser, mit Tatami-Matten ausgestattet. Das sieht dann so aus:
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| Das war mein Ausblick |
Fortsetzung folgt....


















































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